Mit 67 Jugendlichen und jungen Erwachsenen machten wir uns mit dem Korbi-Bus und 2 Autos auf den Weg in die Niederlande, wo wir die nächsten zwei Wochen verbringen durften. Unsere Unterkunft namens „De Kwartjesberg“ war ein Ufo-förmiges Gebäude umgeben von Wald, einem Volleyballfeld und dem günstigsten (und vermutlich auch kleinsten) Freizeitpark Europas, den wir an einem Nachmittag stürmten.
Natürlich hatten wir auch einiges an Programm geplant und so gab es neben einer Olympiade in den Kleingruppen auch ein Volleyballturnier, einen Badetag im Wasserpark, eine Fahrradtour und Ausflüge in holländische Städte. Bei bestem Wetter besuchten wir an einem sonnigen Tag zuerst die Kleinstadt Enkhuizen, fuhren dann über den Damm des Ijsselmeeres und verbrachten den Nachmittag dort am Strand, bis uns ein Gewitter verjagte. Der nächste Städtetrip brachte uns nach Groningen, wo wir Vintage Läden leer kauften und Kirchen besichtigten. Neben den Programmpunkten war viel Zeit für Sport und Spiel, Gemeinschaft, Kreativität und Spaß. Thematisch beschäftigten wir uns metaphorisch mit dem wohl niederländischsten Klischee überhaupt – dem Fahrrad fahren. „Deine belgische Reihe“ war unsere erste Themeneinheit, in der wir uns damit beschäftigten, wer in unserem Leben an vorderster Reihe steht, wer mit uns fährt und uns unterstützt. Daraufhin ging es um „Fahrrad fahren lernen- Vergebung lernen“, wo wir uns über Konflikte und die Wichtigkeit des Vergebens ausgetauscht haben. Im dritten Thema „Gegenwind und Serpentinen“ setzten wir uns mit dem auseinander, was uns aufhält und welche Türen wir vor Gott verschließen und nahmen diese Themen mit in eine Segnungszeit in den Kleingruppen. Neben den Themeneinheiten feierten wir auch Lobpreisabende und einen (Fahrrad-) Werkstattgottesdienst, zu dem jeder einen Teil beitrug und so ein besonders tiefgehender Abend entstand. Jeder Tag startete außerdem mit einer Morgenandacht, die sich an den Perlen des Glaubens orientierten, wie z.B. der Wüstenperle, der Gottesperle oder der Perle der Gelassenheit.
Am vorletzten Tag stand unser Käse-Fest auf dem Plan, an dem noch ein besonderes Highlight bevorstand – die Sonnenfinsternis. Ausgerüstet mit Sonnenfinsternis-Brillen machten wir uns auf den Weg zu einem Feld mit freier Sicht auf die Sonne, bzw. auf den Mond. Natürlich durfte auch die anschließende Party mit gemeindeeigenem DJ nicht fehlen, bei der wir ausgiebig tanzten. Den letzten Tag verbrachten wir dann in Amsterdam. Ein Teil unserer Gruppe startete mit einem Besuch im Anne-Frank-Haus, der uns alle nachhaltig bewegt hat. Danach besichtigten wir in Gruppen die Stadt, bis wir uns abends am Hafen wieder trafen, um mit dem Bus den Heimweg durch die Nacht anzutreten. Erfüllt, bereichert und müde erreichten wir dann am nächsten Tag die Pauluskirche.
Zusammenfassend können wir vermelden: minus 60 Umzugskisten Essen, minus 500 Liter Quentsch, plus 10 (Volleyball-& kochbedingte) verletzte Finger, plus 40kg SecondHand-Klamotten, minus 20 Zecken, minus etliche Tüten Kakaopulver, plus 1 Strohhuhn.
Text: Sammie Balke und Janina Zimmermann

Sonnenfinsternis am Festabend

Lobpreisabend

“Jesus take the wheel“

Volleyballturnier
Fotos: Jonas Schweyer